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Unsere Top-Schlagzeilen...

  Bildergalerie von den Sparkasse Hamm Ladies Open 2010...
  Schwätter & Co. stehen schon in den Startlöchern...
  Lydia Steinbach triumphiert zum zweiten Mal...
  Weidemann lobt: Steinbach einfach zu gut...
  Vanessa Henke zurück zu den Wurzeln...
  Generationswechsel steht bald bevor...
  Erich Stukenbrock gehört längst zum Inventar...
  Die heilenden Hände des Dieter Papenheim...
  Das komplette Hauptfeld 2010 in der Übersicht...
  Das komplette Qualifeld 2010 in der Übersicht...

Schwätter & Co. schon in den Startlöchern!

Hamm. (chk) Günter Darenberg liebt und lebt Tennis. Als Trainer und Sportwart ist er in der Tennisabteilung des TuS 1859 Hamm eine Institution und kaum wegzudenken und auch und vor allem als Turnierdirektor des beliebten Hammer Preisgeldturniers, den Sparkasse Hamm Ladies Open, hat er sich regional und überregional längst einen Namen gemacht. Seit nunmehr 18 Jahren prägt er als Kopf des Turniers das Geschehen an der Jürgen-Graef-Allee und hierbei überlässt er nichts dem Zufall. So ist es nicht verwunderlich, dass er schon heute, bei der 18. Turnierauflage, an die Zukunft denkt.



David Schwätter wird von Turnierdirektor Günter Darenberg bereits heute ausgiebig eingearbeitet. 2012 soll dann das Kommando endgültig übergeben werden, Darenberg will dann gemeinsam mit Grit und Hans Mathiak in die zweite Reihe der Turnierorganisation rücken.
Foto © Tennisredaktion.de

„Bis zur 20. Ausführung der Sparkasse Hamm Ladies Open werde ich noch hauptverantwortlich an Bord sein, dann werde ich den Stab an meinen Nachfolger übergeben, so dass es eine reibungslose Übergabe wird“, betont Darenberg. Aus diesem Grunde arbeitet er bereits heute David Schwätter in sämtliche Aufgaben, die ein Turnierdirektor zu bewältigen hat, ein. „Für mich ist diese Aufgabe eine echte Herausforderung, die ich mit ebenso viel Verantwortung wie Freude angehe“, so Schwätter, der sein Organisationstalent bereits vereinsintern unter Beweis gestellt hat. „2010 wird auch das Ehepaar Grit und Hans Mathiak aus der Turnierdirektion ausscheiden, so dass es einen Wechsel en bloc geben wird. Deshalb haben wir schon in diesem Jahr sowohl Spielerinnen, als auch Partner, Sponsoren und Zuschauer bereits frühzeitig mit den neuen Gesichtern konfrontiert“, so Darenberg, der hierdurch bereits heute deutlich entlastet wird. Neben David Schwätter werden Sina Griese, Andre Peters und Jens Mathiak derzeit an ihre neuen Aufgaben behutsam herangeführt. Antriebskraft für alle Nachwuchskräfte ist eine große Portion Idealismus. Gemeinsam mit ihren arrivierten Vorbildern wollen sie nun bis 2012 dokumentieren, dass die Sparkasse Hamm Ladies Open auch nach dem Rückzug des Darenberg/Mathiakschen Dreigestirns in die zweite Reihe eine große Zukunft hat. Das beliebte Damen-Preisgeldturnier an der Jürgen-Graef-Allee ist ohnehin weder aus dem regionalen noch aus dem nationalen Turnierkalender wegzudenken.

Lydia Steinbach siegt zum zweiten Mal…

Hamm. (chk) Publikumsliebling Lydia Steinbach vom TC Rot-Weiss Wahlstedt hat nach 2008 zum zweiten Mal die Sparkasse Hamm Ladies Open gewinnen können. Mit 6:4, 6:0 fertigte sie im Finale der 18. Turnieraustragung ihre Kontrahentin Svenja Weidemann (SC Ettlingen) ab. Beide Kontrahentinnen zeigten sehr variablen und variantenreichen Tennissport, leider durften die knapp 400 Zuschauer gerade einmal 62 Minuten daran teilhaben, zu dominant agierte die aus Halle an der Saale stammende Steinbach.



Finalistin Svenja Weidemann (links) musste ihrer Kontrahentin Lydia Steinbach zu einer außerordentlich starken Leistung gratulieren.
Foto © Tennisredaktion.de

Finalistin Weidemann, die im Halbfinale die Russin Inna Kuzmenko mit 6:3, 6:4 aus dem Turnier spielen konnte, hatte den druckvollen Aufschlägen der späteren Siegerin vor allem im zweiten Satz nichts entgegenzusetzen. Sieben Asse und unzählige weitere Aufschlagwinner gingen auf das Konto von Lydia Steinbach. Im zweiten Satz war der Drops quasi schon mit dem frühen Break zum 1:0 gelutscht, der Turniersieg für Steinbach ab da zu keiner Zeit mehr wirklich in Gefahr.

"Einfach zu gut...

Hamm. Alles sprach für ein packendes, ausgeglichenes Endspiel. Schließlich war Svenja Weidemann, Nummer 24 der deutschen Rangliste, ohne Satzverlust und in beeindruckender Manier durch das Hauptfeld der 18. Sparkasse Hamm Ladies Open marschiert. Und immerhin wartete dort Lydia Steinbach, Siegerin von 2008, Finalistin des vergangenen Jahres und noch dazu im nationalen Ranking auf Position 16 geführt. Doch als Steinbach gestern Nachmittag die Glückwünsche ihrer Kontrahentin am Netz entgegennahm, lagen gerade einmal 58 Minuten Arbeit hinter ihr. Deutlich mit 6:4, 6:0 hatte die 29-Jährige vom TC RW Wahlstedt dank einer bärenstarken, konzentrierten und nahezu fehlerfreien Vorstellung gegen ihre gleichaltrige Ettlinger Kontrahentin die Oberhand behalten. Und die erkannte anschließend neidlos die Überlegenheit Steinbachs an. „Sie war einfach zu gut“, sagte Weidemann. Vor allem im Lauf des zweiten Satzes sei Steinbach „zu stark geworden“. Die Siegerin der 1.500 Euro Preisgeld hatte derweil den entscheidenden Unterschied am gestrigen Nachmittag vor fast 300 Zuschauern in der Tennishalle des TuS 59 ausgemacht. „Ich war mit meinem Aufschlag sehr zufrieden“, sagte Steinbach, die schon im Vorjahr einen glatten Zweisatz-Erfolg auf dem Hammer Teppich gefeiert hatte, als sich die beiden Kontrahentinnen im Achtelfinale begegnet waren. Sieben Asse standen am Ende des gestrigen Duells für Steinbach zu Buche, doch wichtiger war die hohe Quote gelungener erster Versuche. Weidemann fand keine Möglichkeit, ihr variables, druckvolles Spiel aufzuziehen. Sie war sichtlich beeindruckt von der lauf- und kampfstarken Steinbach, die keinen Ball verloren gab, und ließ mit zunehmendem Spielverlauf immer mehr die Präzision in ihren Schlägen vermissen. Ein Break zum 2:1 im ersten Satz reichte der späteren Siegerin, um das Fundament für ihren Erfolg zu legen. Nach 39 Minuten hatte sie den ersten Durchgang eingefahren. Als sie ihrer Kontrahentin im zweiten Satz sofort das Service abgenommen hatte, war der Widerstand Weidemanns gebrochen. „Es macht einfach mehr Spaß, gegen jemanden anzutreten, der noch richtig Tennis spielen kann“, erklärte Steinbach ihre Lockerheit im Finale. Dabei schien ihr Auftritt im abschließenden Turnierspiel gefährdet zu sein. Denn zweimal war sie in ihrem Halbfinalmatch, das sie nach zweistündigem Kampf gegen Vanessa Henke für sich entschieden hatte, umgeknickt, hatte sich eine leichte Bänderverletzung zugezogen. Doch im Finale biss sie auf die Zähne. Nichts war zu sehen von einem Handicap, zu eindeutig war die Überlegenheit der Wahlstedterin. Das Duell der beiden Routiniers war symptomatisch für die Veranstaltung, die so bitter mit den Absagen von Lokalmatadorin Manon Kruse und der topgesetzten Titelverteidigerin Julia Babilon begonnen hatte. „Das war schade für alle Seiten“, meinte Turnierdirektor Günter Darenberg. „Aber nach dem ersten Schock habe ich gedacht: Gut, das ist die Chance für die anderen.“ Genutzt haben diese aber vor allem die erfahrenen Spielerinnen, sie wehrten den Angriff der „jungen Wilden“ ab. Die Russin Inna Kuzmenko war mit 23 Jahren die Jüngste im Halbfinalfeld. „Der Wachwechsel ist noch einmal verschoben“, bilanzierte Darenberg. Dennoch: Svenja Weidemann blieb nur die Hoffnung auf ihren nächsten Auftritt. „Ich hoffe, dass ich wiederkommen und das Turnier auch mal gewinnen kann“, sagte sie. Was schwer werden dürfte. Solange Lydia Steinbach noch mitmischt.

Quelle: Westfälischer Anzeiger
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